Musikgesellschaft
Concordia Allschwil

1903

Am 19. September 1903 wurde an der Gründerversammlung im Schulhaus an der Schönenbuchstrasse die Musikgesellschaft „Concordia“ aus der Taufe gehoben. Nach einigen Monaten konnten sie unter der Leitung von Herrn Rudolf Schönenberger zum ersten Mal musikalisch an die Öffentlichkeit treten.

1907

Durch die grossherzige Unterstützung der Bevölkerung konnte die erste Uniform angeschafft werden. Im gleichen Jahr wurde die Concordia in den Musikverband des Kanton Basel-Landschaft aufgenommen. Die Pflege guter Volksmusik und die gesellige Zusammengehörigkeit waren stets das höchste Ziel.

1909

Mit Marschmusik nahm die Concordia am schweizerischen Katholikentag in Zug teil. Seit der Aufnahme in den Musikverband wurden zudem jedes Jahr die Kantonalmusiktage besucht.

1912

Die Concordia erreichte mit der Ouvertüre „die Geisterinsel“ am solothurnischen Kantonalmusikfest in Biberist den 2. Rang.

1913

Die Concordia besuchte das internationale Musikfest in Hegenheim. Die Concordia hatte in Allschwil den Spitznamen „Marienmusik“- dies, weil die meisten Mitglieder Katholiken waren. Die Concordia und der Musikverein Allschwil waren Konkurrenten. Aus Erzählungen von Anton Bär-Kessler, Sohn vom Gründermitglied Ludwig Bär-Böglin, konnte man immer wieder hören, wie damals die beiden Vereine wetteiferten und die Rückkehr von einem Musikfest ins Dorf häufig in einem Handgemenge endete. Diese Raufereien waren oft die Auswüchse des über den Durst Getrunkenen. Der damals noch offene Dorfbach wurde dann gerne dazu benutzt, um der Gegenseite die notwendige Abkühlung zu verabreichen.

1931

Am eidgenössischen Musikfest in Bern errang die Concordia in der dritten Kategorie die höchste Punktzahl.

1976

Manfred Dill übernahm die musikalische Leitung. Mit ihm begann eine neue Ära in der Musikgeschichte der Concordia. Er ging überall mit gutem Beispiel voran und aktivierte auch den geselligen Teil des Vereins mit dem Organisieren von Anlässen, Reisen, und Festen. So war er dann auch mit dem damaligen Präsidenten Peter Züllig Mitinitiant des sehr beliebten „Breiti-Festes“.

1978

Manfred Dill durfte die 84. US-Army-Band vor vollbesetzter Konzerthalle dirigieren – ein Höhepunkt in seiner Karriere. Die Band aus Stuttgart gastierte damals im Rahmen der 75. Jubiläumsfeier der MCA erstmals in der Schweiz.

1981

Der Musikgesellschaft gelang, zusammen mit dem Europäischen Jugendorchester als komplettes Sinfonieorchester, ein weiterer musikalischer Höhenpunkt: das Trompetenkonzert von Haydn mit dem Solist Patrick Dill.

1982

Manfred Dill gründete, unter dem Patronat der MCA, das Jugendblasorchester Allschwil (JUBLA) und führte dieses mit regelmässigen Proben während 8 Jahren zu einer in der Gemeinde bekannten Institution.

1991

Manfred Dill übergab den Direktionsstab seinem Sohn Patrick Dill. Patrick Dill, ehemaliger Aktiver des Vereins und Bandleader von ‘Pats Big Band’, führte die Arbeit seines Vaters weiter. Mit Pat konnte das Orchester bezüglich moderner Musik und Interpretation sehr viel lernen.

1997

Die 26-jährige Alexandra Dill-Bär löste Hans E. Stauffiger als Präsidenten ab und übt dieses Amt bis heute mit viel Engagement aus.

Da die Mitgliederzahl zurückging, musste man sich neu orientieren und beschloss, mit dem Musikverein Schönenbuch zusammen ein Konzert zu gestalten. Die Zusammenarbeit verlief so positiv, dass sich beide Vereine für eine Spielgemeinschaft stark machten.